Liebe
Ich habe mich gerade eben hingesetzt und bin wieder mal ins Grübeln gekommen über das Phänomen „Liebe“. Meine erste Freundin war ja der Meinung, dass es den einen richtigen gibt und man ihn nur finden müsse. Derzeit ist sie 21 und hatte schon ca. 30 Freunde… Das waren wohl alle nicht die Richtigen.
Ich war dann lange Zeit davon überzeugt, dass Liebe nicht, als eine Mischung aus dem sozialen Bedürfnis, dem sexuellen Bedürfnis und dem Bedürfnis zu Besitzen ist und war dann ganz lange Single in Berlin. Der Vorteil der Sache war meiner Meinung nach also nur, dass man in einer Beziehung 3 Bedürfnisse befriedigt… Gleichzeitig fand ich die Sache so abartig berechenbar, dass ich keine Freundin wollte. Ich kam auch lange Zeit gut damit aus.
Durch Diskussionen mit anderen auf Arbeit bemerkte ich jedoch, dass meine Definition von Liebe nicht alles war. Ich las damals von Erich Fromm „Die Kunst des Liebens“ und war auch mit dieser Definition der Liebe ganz einverstanden. Er meinte, dass man Liebe lernen müsse: Liebe sei kein Gefühl, sondern eine Fähigkeit. Gleichzeitig sagte, er dass das Bezwingen der Einsamkeit eines der grundlegendsten Bedürfnisse des Menschen sei… Wer das Verleugnet wird über kurz oder lang psychisch krank.
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